Inhalt

Sie sind hier: AMH » Über uns

Seitenteaserliste

Demenz braucht keine Konkurrenz

Informationstag mit viel Programm - Eintritt frei »

Theaterstück: Rosa ist reif

Theater Knotenpunkt Zürich – Rosa ist reif. Eine Aufführung im Ringlokschuppen Mülheim. Eintritt frei. »

Angehörige entlasten, Angebote vernetzen, Verständnis wecken

Die Alzheimer-Gesellschaft Mülheim an der Ruhr e.V. will die Situation  demenzkranker Menschen und ihrer Angehörigen entscheidend verbessern.

„Die steigende Zahl dementiell erkrankter Senioren fordert uns nicht nur auf der Verstandesebene, sondern auch auf der Gefühlsebene“, betont Stefan Mühlenbeck, Vorstandsvorsitzender der Alzheimer-Gesellschaft.  Ein alter Mensch, der beim Einkaufen  im Supermarkt die Regale umräumt, provoziert uns: Das gehört sich nicht. Stefan Mühlenbeck und seine zahlreichen Mitstreiter möchten das Verständnis für die erkrankten Menschen fördern und sie und ihre Angehörigen qualifiziert unterstützen. Nachfolgend geben wir Antwort auf die Fragen nach unseren Beweggründen, den Zielen und unseren konkreten bisherigen Aktivitäten.    

Warum hat sich die Alzheimer-Gesellschaft Mülheim gegründet?
Der Motor für die Gründung und die inhaltliche Ausrichtung waren Gerd Weinfurth und Margret Illigens von der Alzheimer Selbsthilfegruppe Mülheim. Die in der Selbsthilfe Aktiven und die professionellen Einrichtungen möchten sich besser vernetzen und ihre Angebote koordinieren.  Wir wollen möglichst alle, die in Mülheim Demenzkranke beraten, pflegen und behandeln, mit ins Boot holen. Auch wenn unsere Mitglieder ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen vertreten, wie das im „Gesundheitsmarkt“ nun mal ist, arbeiten wir im Sinne der Betroffenen konstruktiv zusammen. Frau Dr. Bienek, Geriaterin im St-Marien-Hospital, hat als Leitspruch formuliert: „Demenz braucht keine Konkurrenz.“ Daran halten wir uns, denn das Thema ist dringend und stellt die Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Wir setzen stark auf bürgerschaftliches Engagement und möchten unabhängig von der Politik sein.    

Welche Ziele hat die Alzheimer-Gesellschaft Mülheim? 
Am wichtigsten ist uns, dass Betroffene und ihre pflegenden Angehörigen unmittelbar praktische und emotionale Hilfe finden. Die Angehörigen kümmern sich oft bis zur Selbstaufgabe um ihre erkrankten Partner und Eltern. Wir möchten ein Versorgungs- und Unterstützungs-System in Mülheim aufbauen, das sie entlastet, damit pflegende Angehörige auch wieder an sich selber denken können. Wesentlich ist der Ausbau von Tagespflege-Angeboten, in denen Demenzkranke je nach Bedarf für einige Stunden oder Tage pro Woche qualifiziert betreut werden. Wir möchten Erkrankte und Angehörige ermutigen, frühzeitig kompetente Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit sollen private und öffentliche Institutionen so miteinander vernetzt werden, dass Betroffene therapeutische Behandlungswege optimal durchlaufen können und Angehörige bestmögliche Beratung erfahren.

Was hat der Verein seit seiner Gründung vor 16 Monaten erreicht? 
Zunächst haben wir mit den Akteuren runde Tische für die Bereiche links und rechts der Ruhr einberufen und eine Landkarte für Mülheim erstellt, auf der alle Angebote verzeichnet sind. Es gibt eine Menge Beratungsstellen vor Ort, aber auch noch weiße Flecken auf der Landkarte. Unser Ziel ist, die vorhandenen Angebote zu ergänzen. 

Beim Welt-Alzheimer-Tag im September 2010 haben wir uns im Medienhaus, das uns die Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt hat, der Öffentlichkeit vorgestellt und dort neue Mitglieder gewonnen. An der Veranstaltung hat auch die Gesundheits- und Senioren-Ministerin Barbara Steffens teilgenommen. Beim diesjährigen Welt-Alzheimer-Tag am 21. September werden wir zu einer Veranstaltung in die Volkshochschule einla-den. Außerdem haben wir begonnen, uns einen Überblick über qualifizierte Referenten zum Thema Demenz zu verschaffen, mit denen wir Schulungen durchführen können. 

Wie groß ist das Verständnis für die Krankheit Demenz in der Bevölkerung?
Das ist immer noch ein Tabuthema. Wissen und Verständnis sind nur in Ansätzen vorhanden. Auch die Aufklärung ist deshalb für uns eine wichtige Aufgabe. Diese Krankheit kann jeden treffen, unsere Eltern und später uns selbst. Wir sollten uns fragen: Was willst Du für Dich, wenn Du selbst betroffen bist? Jeder sollte verstehen lernen, dass Demenzkranke uns mit ihrem auffälligen Verhalten nicht ärgern oder verletzen wollen. Sie ziehen sich zunehmend in ihre Gefühlswelt zurück, weil ihr Verstand nicht mehr richtig funktioniert. Deshalb erreichen wir sie auch besser auf der Gefühlsebene. Wir sollten sie nicht maßregeln, sondern einfühlsam auf ihr inneres Erleben eingehen. Das kann man lernen. Wichtig ist es, beiden Seiten gerecht zu werden, denn für die Angehörigen ist es schwierig, das veränderte Verhalten naher Menschen nicht als Angriff auf sich selbst zu interpretieren. 

Die Alzheimer-Gesellschaft Mülheim a.d. Ruhr e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der im Februar 2010 gegründet wurde. Zu den derzeit knapp 60 Mitgliedern zählen Wohlfahrtsverbände, private Pflegedienste, die beiden Mülheimer Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen, Beratungsstellen und eine Fülle von Einzelpersonen. Der Verein kooperiert mit der Stadt Mülheim, insbesondere mit dem Sozialdezernat unter der Leitung von Ulrich Ernst.  

Vorstand
Vorsitzender:
Stefan Mühlenbeck, Geschäftsführer der jobservice Gmbh Mülheim
Stellvertreterinnen:
Brigitte Mangen, Vorsitzende der Kreisgruppe Mülheim des Paritätischen Wohlfahrtverbandes NRW
Claudia Schillings-Tetzlaff, Caritas Duisburg, langjährige Leiterin des Caritas-Seniorenheims Marienhof Mülheim-Saarn 
Schriftführer: Peter Behmenburg, „Pflege zu Hause“
Schatzmeister: Frank Seemann, Geschäftsführer der „Familien- und Krankenpflege“ e.V.

Erweiterter Vorstand:
Dr. Christine Bienek, Oberärztin für Geriatrie im St. Marien-Hospital 
Dr. Andreas Schöpf, Chefarzt der Abteilung für Geriatrie der Medizinischen Klinik, Ev. Krankenhaus Mülheim 
Margret Illigens, Leiterin der Alzheimer Selbsthilfegruppe Mülheim
Gerd Weinfurth, seit über 20 Jahren Leiter der Alzheimer Selbsthilfegruppe Mülheim
Sylvia Eberlein, Pflegedienstleitung Die Pflegepartner  
Eric Hörnemann, stv. Leitung Ev. Wohnstift Uhlenhorst (Stiftung Ev. Kranken- und Versorgungshaus) 

» Spenden Sie für Alzheimer Mülheim

Helfen Sie mit Ihrer Spende für die Alzheimer Gesellschaft Mülheim an der Ruhr Betroffende und Angehörige das umfassende Beratungsangebot wahrnehmen zu können.

Suche

Suche

Downloads